Das Regelwerk
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Die Langfassung — alle Artikel, mit Sprungmarken zum Nachschlagen.
Deutsche Übersetzung der Original-Regeln von footbag.org, vollständig: die Vorbemerkung, die Artikel 401 bis 404 und das Glossar (405). Maßgeblich ist das englische Original.
Vorbemerkung
Das erste offizielle Footbag-Golf-Spiel wurde im August 1982 im Delta Park in Portland, Oregon, gespielt und von John Stalberger organisiert. Die ständige Herausforderung, das Gesellige am Spiel und die Tatsache, dass es wenig kostet, machen seinen Reiz aus. Footbag Golf ist ein Freizeitsport für alle, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Können. Ziel des Golfspiels ist es, einen Platz von Anfang bis Ende mit möglichst wenigen Kicks des Footbags zu bewältigen. Jeder Kick wird von dort ausgeführt, wo der Footbag nach dem letzten Kick zur Ruhe kam. Footbag Golf ist ein Spiel, das hohe Ansprüche an Etikette und Höflichkeit stellt. Zu den Grundsätzen der Etikette gehören etwa: Respekt vor den Pflanzen auf dem Platz und schnellere Gruppen auf Wunsch durchspielen zu lassen. Footbag Golf kann so anspruchsvoll sein wie jedes andere Footbag-Spiel, ist aber am leichtesten zu lernen, weil niemand Kicks aneinanderreihen muss.
401. Verhalten der Spieler:innen
401.01. Höflichkeit
A. Allgemein
Spieler:innen sollten darauf achten, keine störenden Geräusche oder potentiell ablenkende visuelle Störungen für andere zu verursachen, die gerade kicken. Beispiele für unhöfliche Handlungen sind: Schreien, Freestylen, Schlagen von Platzausrüstung, außer der Reihe kicken, Werfen oder Kicken von Golftaschen und Vorwärtsgehen auf dem Fairway über die Person hinaus, die "away" ist. Das Rufen von "Fore" zu gegebener Zeit, um jemanden vor einem Footbag zu warnen, ist keine Höflichkeitsverletzung. Die Interpretation von Höflichkeit umfasst auch andere von den Regeln erwartete Handlungen, wie: Verweigerung der Hilfe bei der Suche nach einem verlorenen Footbag, Verweigerung des Bewegens von Ausrüstung, Verweigerung der ordnungsgemäßen Punktezählung, etc. Spieler:innen sollten nicht kicken, bis sie sicher sind, dass der gekickte Footbag niemanden im Spiel ablenkt oder jemanden Anwesenden verletzen könnte. Spieler:innen sollten die anderen Mitglieder ihrer Gruppe beim Kicken beobachten, um bei der Ortung von fehlgehenden Kicks zu helfen und die Einhaltung der Regeln sicherzustellen.
B. Rauchen
Höflichkeit verlangt auch, dass rauchende Spieler:innen nicht zulassen, dass ihr Rauch andere stört.
C. Strafe
Wer eine Höflichkeitsregel verletzt, kann von jeder betroffenen Person, auch aus einer anderen Gruppe, oder von einer:einem Offiziellen verwarnt werden, wobei alle Spieler:innen der Gruppe über die Verwarnung informiert werden. Eine Ein-Kick-Strafe wird für jeden weiteren Verstoß in derselben Runde verhängt. Wiederholte Verletzungen der Höflichkeitsregeln können zur Disqualifikation gemäß Abschnitt 404.05 führen.
401.02. Reihenfolge des Spiels
A. Abschlag-Reihenfolge
Die Abschlag-Reihenfolge am ersten Tee wird durch die Reihenfolge bestimmt, in der die Scorekarten ausgefüllt wurden. Die Abschlag-Reihenfolge an allen weiteren Tees wird durch das Ergebnis am vorherigen Loch bestimmt, wobei der niedrigste Score zuerst kickt, und so weiter. War das vorherige Loch unentschieden, wird rückwärts über frühere Löcher gezählt, bis das Unentschieden aufgelöst ist.
B. Spielreihenfolge
Wer am weitesten vom Loch entfernt ist (die:der "away"-Spieler:in), kickt immer zuerst. Das Kicken oder Putten außerhalb der Reihenfolge ist eine Höflichkeitsverletzung, die jede:r in der Gruppe ahnden kann.
C. Übungsschüsse
Wenn jemand nach dem Start einer Runde und vor dem Beenden des letzten Lochs der Runde einen Übungskick oder einen zusätzlichen Kick mit einem Footbag macht, wird eine Ein-Kick-Strafe verhängt. Ein Handwurf oder Handrollen eines Footbags oder anderen Gegenstands zum Testen der Platzbedingungen gilt als Übungsschuss und führt zu einer Ein-Kick-Strafe. Der Verstoß muss von mindestens zwei Spieler:innen oder einer:einem Offiziellen beobachtet werden.
D. Verantwortung der Spieler:innen
Alle Spieler:innen sind selbst dafür verantwortlich, den Platz korrekt zu spielen. Wenn jemand vom korrekten Tee kickt und entweder ein obligatorisches Dogleg falsch spielt oder zu einem falschen Ziel kickt, und der Fehler zu einem beliebigen Zeitpunkt vor der Abgabe der Scorekarte für die Runde entdeckt wird, darf diese Person nicht erneut abschlagen und muss das Loch korrekt weiterspielen. Hat sie in diesem Fall bereits in ein Ziel gekickt, muss ihr Lie innerhalb eines Meters (3 Fuß) von diesem Ziel ohne Erleichterung auf dem Boden markiert werden. Kickt jemand von einem falschen Abschlagbereich und wird der Fehler vor der Abgabe der Scorekarte entdeckt, muss diese Person korrekt erneut abschlagen und die falschen Kicks werden als Übungsschüsse zu ihrem Score hinzugefügt. Falls der Platz falsch gespielt wurde und der Fehler nicht korrigiert wurde, als die Scorekarte für diese Runde abgegeben wurde, erhält die betreffende Person rückwirkend eine Sechs-Kick-Strafe.
E. Durchspielen
Während des Turnierspiels darf keine Gruppe an der vorausgehenden Gruppe vorbeispielen, es sei denn, die vorausgehende Gruppe muss gemäß den Regeln zur Seite treten (siehe Regel 403.09 und 404.03-C).
401.03. Zeitüberschreitung
A. Begrenzung
Für einen Kick hat jede:r Spieler:in maximal 30 Sekunden, nachdem:
- der vorherige Kick gemacht ist;
- die kickende Person eine angemessene Zeit hatte, um zum Footbag zu gelangen und einen Marker zu platzieren;
- der Spielbereich frei und störungsfrei ist.
B. Verstöße
Beim ersten Verstoß pro Runde gibt es eine Verwarnung von zwei Spieler:innen der Gruppe oder von einer:einem Offiziellen. Eine Ein-Kick-Strafe wird für jeden weiteren Verstoß in derselben Runde verhängt, wenn dieser von zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder einer:einem Offiziellen beobachtet wird.
402. Equipment
402.01. Im Spiel verwendete Footbags
A. Abmessungen
Footbags müssen den unter Artikel 1, Abschnitt 107 festgelegten Spezifikationen entsprechen.
B. Wechseln von Footbags
Footbags können jederzeit während des Spiels ausgetauscht werden.
C. Genehmigung
Footbags müssen von der Turnierleitung speziell genehmigt werden, wenn sie von einer anderen Person im Wettbewerb in Frage gestellt werden, aber in keinem Fall wird der Footbag genehmigt, wenn er gegen eine der oben genannten Spezifikationen verstößt.
402.02. Marker
Jede:r Spieler:in muss das eigene Lie mit einem Marker markieren, der einen Durchmesser zwischen 2 und 6 Zoll und eine Höhe von nicht mehr als 3 Zoll hat. Ein nicht spielbarer Footbag oder eine Mini-Scheibe wird empfohlen.
402.03. Ziele
A. Abmessungen
Die Regelgröße für ein Footbag-Golf-Loch beträgt 18 Zoll im Durchmesser und steht 18 Zoll über dem Boden.
B. Vollendung
Um ein Loch zu vollenden, muss der Footbag innerhalb des bezeichneten Lochs landen und zur Ruhe kommen. Kommt der Footbag am Rand des Lochs zur Ruhe, gilt er als drin. Wirbelt der Footbag innerhalb des Lochs und kommt wieder heraus, muss er von dort gespielt werden, wo er zur Ruhe kommt, und gilt nicht als drin.
C. Hindernisse
Keine Hindernisse oder Aus-Grenzen sind innerhalb von fünf Fuß um das Ziel erlaubt.
402.04. Greens
A. Green-Größe
Die Größe der Greens kann variieren, wobei die Entfernung vom Rand des Greens zur Mitte des Lochs zwischen 20 und 50 Fuß beträgt.
B. Markierung der Greens
Es muss eine definitive Umrisslinie des Green-Bereichs geben, damit Spieler:innen wissen, ob die Roll-up-Regel (403.13) gilt oder nicht.
C. Geneigtes Green
Die Konstruktion von Greens sollte das für genaue Putts notwendige Gleichgewicht und die Konzentration fördern. Greens sollten angemessen eben und offen sein. Greens müssen innerhalb von 5 Fuß vom Zentrum des Lochs so nah wie möglich an der Waagerechten sein oder können als Hindernis betrachtet werden.
403. Spielregeln
403.01. Legale Kicks
Alle Kicks müssen mit einem Handwurf beginnen, so dass der Footbag vor dem Kick in der Luft ist. Der Footbag muss vollständig von Hand und Schuh getrennt sein, bevor der Kontakt erfolgt, und muss vor dem Kontakt mit dem Boden geschlagen werden.
403.02. Abschlag
Das Spiel beginnt an jedem Loch mit dem Kick vom Abschlagbereich. Alle Kicks müssen mit einem Handwurf begonnen werden. Der dem Loch am nächsten liegende Stützpunkt der kickenden Person zum Zeitpunkt des Kicks muss innerhalb einer sechs Fuß quadratischen Tee-Box platziert werden. Unsachgemäßer Abschlag stellt eine Haltungsverletzung dar und wird gemäß Abschnitt 403.04-C behandelt. Wer einmal abgeschlagen hat, muss das Loch beenden.
403.03. Markierung des Lie
A. Allgemein
Nach dem Abschlag muss der gekickte Footbag dort belassen werden, wo er zur Ruhe kam, bis ein legaler Marker zwischen dem Loch und dem Footbag auf dem Boden platziert wird, der den gekickten Footbag berührt. (Siehe Abschnitte 403.04 und 403.05 zur Platzierung des Markers, wenn der gekickte Footbag nicht spielbar ist.) Der Marker darf nicht bewegt werden, bis der Kick vollendet ist.
B. Verstöße
Eine Verwarnung wird von zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder von einer:einem Offiziellen für den ersten Verstoß gegen diesen Abschnitt während einer Runde erteilt. Eine Ein-Kick-Strafe wird für jeden weiteren Verstoß verhängt, wenn dieser von zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder einer:einem Offiziellen beobachtet wird.
C. Bruch
Sollte ein gekickter Footbag zerbrechen und in mehr als einem Stück zur Ruhe kommen, wird das Lie des größten Stücks als Resultat des Kicks genommen.
403.04. Haltung
A. Allgemein
Während eines Kicks auf dem Fairway muss einer der Stützpunkte (oder Fuß) der kickenden Person innerhalb von 12 Zoll hinter dem Lie-Marker und auf der imaginären Linie platziert werden, die vom Loch durch die Mitte des Markers verläuft. Dies ist in Abb. 6 dargestellt. Wenn der Footbag gekickt wird, darf kein Stützpunktkontakt mit dem Marker oder einem anderen Objekt näher zum Loch als der hintere Rand des Markers gemacht werden. Das Übertreten des Markers ist nach dem Kicken des Footbags erlaubt, außer beim Putten innerhalb des markierten Bereichs des Greens um das Loch.
Abbildung 8 - Fußstellung beim Fairway-Drive — Abbildung im Original-Regelwerk.
Erlaubte Footbag-Platzierung während eines Drives. Der Fuß muss eine imaginäre Linie berühren, die sich 12 Zoll hinter dem Footbag auf einer Linie erstreckt, die vom Loch (oder nächstgelegenen "obligatorischen") durch das Lie des Footbags gezogen wird. HINWEIS: Beim Putten auf dem Green existiert die 12-Zoll-Linie nicht, und der Fuß muss AUF dem Lie platziert werden, aber nicht darüber hinaus.
B. Putten
Jeder Kick innerhalb des markierten Bereichs des Greens gilt als Putt. Während eines Kicks auf dem Green muss der Stützfuß direkt auf dem Lie des Footbags platziert werden. Ein Durchschwingen nach einem Putt, das die kickende Person dazu bringt, einen Stützpunktkontakt näher zum Loch als der hintere Rand des Markers zu machen, stellt einen fallenden Putt dar und ist nicht erlaubt. Wer puttet, muss vollständige Kontrolle über das Gleichgewicht demonstrieren, bevor es ans Loch geht. Siehe auch 403.12.
C. Verstöße
Um gültig zu sein, muss eine Haltungsverletzung innerhalb von drei Sekunden nach dem Verstoß geahndet werden. Der Einspruch muss von einem anderen Mitglied der Gruppe außer der kickenden Person oder von einer:einem Offiziellen gemacht werden. Kommt der Einspruch aus der Gruppe, muss er anschließend von mindestens einem weiteren Mitglied der Gruppe bestätigt werden, die kickende Person nicht ausgeschlossen. Für den ersten Verstoß gegen eine Haltungsregel in der Runde gibt es eine Verwarnung. Weitere Verstöße gegen jede Art von Haltungsregel in derselben Runde führen zu einer Ein-Kick-Strafe. Alle Haltungsverletzungen müssen vor dem nachfolgenden Spiel anderer Gruppenmitglieder wiederholt werden. Haltungsverletzungen außerhalb des Green-Bereichs müssen vom ursprünglichen Lie wiederholt werden. Erfolglose Putts innerhalb des markierten Bereichs des Greens werden vom Ort wiederholt, an dem der Footbag nach der Haltungsverletzung zur Ruhe kam.
403.05. Erleichterung
A. Allgemein
Hindernisse für die Haltung oder Kickbewegung, die permanent oder integraler Teil des Platzes sind, können nicht bewegt, gebogen oder in irgendeiner Weise verändert werden, um den Kick zu erleichtern, außer um eine legale Haltung auf dem Lie einnehmen zu können. Beim Spielen des Lies muss eine Haltung gewählt werden, die die geringste Bewegung eines Teils des Hindernisses zwischen dem Lie und dem Loch zur Folge hat.
B. Nicht-permanente Hindernisse
Erleichterung kann von nicht-permanenten Hindernissen für die Haltung oder Kickbewegung erhalten werden. Nicht-permanente Hindernisse sind Dinge wie: zeitweiliges Wasser oder Schlamm, lose Blätter, gebrochene Äste, die nicht mehr mit einem Baum verbunden sind, Ausrüstung anderer Spieler:innen, bewegbare Mülltonnen, Kraftfahrzeuge, schädliche Insekten oder Tiere und Zuschauer:innen, die sicheres Spiel verhindern. In Situationen, in denen die permanente oder feste Natur eines Hindernisses unklar ist, wird dies von einer:einem Offiziellen bestimmt. Vor Beginn einer Runde kann die Turnierleitung nicht-permanente Bereiche bezeichnen, von denen Erleichterung erhalten werden kann.
C. Verfahren
Um Erleichterung zu erhalten, muss zunächst versucht werden, das Hindernis zu entfernen. Ist dies unpraktisch, kann das Lie zum nächstgelegenen spielbaren Lie verlegt werden, nicht näher zum Loch (es sei denn, das ist die einzige Alternative, um einen Aus-Bereich zu vermeiden), und nicht mehr als 16 Fuß (5 Meter) vom ursprünglichen Lie entfernt, wie von einer Mehrheit der Gruppe oder einer:einem Offiziellen vereinbart.
D. Verstöße
Ein Verstoß gegen diesen Abschnitt führt zu einer Ein-Kick-Strafe, wenn er von zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder einer:einem Offiziellen beobachtet wird. Wer bei einem Verstoß gegen diesen Abschnitt bewusst etwas auf dem Platz beschädigt, erhält eine Zwei-Kick-Strafe, wenn dies von zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder einer:einem Offiziellen beobachtet wird. Diese Person kann vom Turnier disqualifiziert werden, gemäß Abschnitt 404.05, wenn die Leitung die Handlungen als schwerwiegend genug erachtet.
403.06. Unsicheres Lie
Jede:r Spieler:in kann ein Lie als unsicher erklären und verlangen, dass es zu einem neuen spielbaren Lie innerhalb von 16 Fuß (fünf Meter) vom unsicheren Lie verlegt wird, mit einer Ein-Kick-Strafe. Wer entscheidet, dass es kein geeignetes Lie innerhalb von 16 Fuß (fünf Meter) vom unsicheren Lie gibt, kann das Lie zu einem geeigneten Lie auf dem Fairway verlegen und eine Zwei-Kick-Strafe in Kauf nehmen. In beiden Fällen darf das neue Lie nicht näher zum Loch sein als das unsichere Lie.
403.07. Störungen
A. Allgemein
Ein gekickter Footbag, der eine andere Person – mitspielend oder zuschauend – oder ein Tier trifft, wird entweder dort gespielt, wo er zur Ruhe kommt, oder falls er aus den Grenzen abgelenkt wurde oder gefangen und geworfen wurde, so nah wie möglich am Kontaktpunkt markiert, wie von einer Mehrheit der Gruppe oder einer:einem Offiziellen bestimmt. Spieler:innen sollten nicht stehen oder ihre Ausrüstung dort lassen, wo leicht eine Störung mit dem Flug oder Pfad eines Footbags auftreten könnte. Die:der away-Spieler:in kann von anderen Spieler:innen verlangen, ihr Lie zu markieren oder ihre Ausrüstung zu bewegen, bevor der eigene Kick kommt, wenn beides nach eigener Einschätzung den Kick stören könnte. Wird ein ruhender Footbag oder Marker bewegt, wird der Footbag oder Marker so nah wie möglich am ursprünglichen Lie ersetzt, wie von einer Mehrheit der Gruppe oder einer:einem Offiziellen bestimmt, mit diesen Ausnahmen: ein Footbag, der in einem Aus-Bereich ruht oder in einem Lie über dem Boden ist, wird von seiner neuen Position markiert, wenn er von einem externen Einfluss bewegt wird, wie Wind oder einem im Wettbewerb gekickten Footbag.
B. Verstöße
Wer bewusst den Lauf eines gekickten Footbags verändert oder bewusst einen gekickten ruhenden Footbag oder Marker bewegt, außer durch die Handlung eines im Wettbewerb gekickten Footbags, erhält eine Zwei-Kick-Strafe, wenn dies von zwei Spieler:innen der Gruppe oder einer:einem Offiziellen beobachtet wird.
403.08. Lies über dem Boden
A. Unter einem Fuß
Kommt ein Footbag über dem Boden, aber unter einem Fuß in einem Baum oder einem anderen Objekt auf dem Platz zur Ruhe, wird sein Lie direkt darunter auf dem Boden markiert. Ist der Punkt direkt unter dem Lie über dem Boden ein Aus-Bereich, wird das Lie als aus erklärt und gemäß Abschnitt 403.09 markiert und bestraft. Verhindert ein anderer Grund, dass das Lie direkt unter dem Footbag markiert wird, wird das Lie so nah wie möglich hinter dem Punkt direkt unter dem Footbag auf der imaginären Linie durch diesen Punkt und das Loch markiert.
B. Über einem Fuß
Kommt ein Footbag über einem Fuß zur Ruhe, gemessen vom niedrigsten Punkt des Footbags zum Boden direkt darunter, wird der kickenden Person eine Ein-Kick-Strafe auferlegt. Weitergespielt wird von einem Lie, das gemäß Abschnitt 403.08-A markiert wurde. Fällt der Footbag ohne Hilfe von Spieler:innen oder Zuschauer:innen in eine Position weniger als einen Fuß über dem Boden, bevor die kickende Person das Lie erreicht, nach angemessener Zeit dafür, wird keine Strafe verhängt.
C. Manipulation
Wird ein Footbag in einem fragwürdigen Lie über dem Boden bewegt, bevor eine Bestimmung seines Ein-Fuß-Status von einer Mehrheit der Gruppe oder einer:einem Offiziellen getroffen wurde, erhält die Person, die ihn bewegt hat, eine Zwei-Kick-Strafe. Es wird angenommen, dass der Footbag unter einem Fuß war und wird gemäß den Regeln 403.08-A und 403.07-B markiert.
403.09. Aus
A. Allgemein
Ein Footbag wird nur dann als aus betrachtet, wenn der Aus-Bereich deutlich zwischen dem Rand des Footbags und der Innengrenze-Linie gesehen werden kann, zum Zeitpunkt, da die kickende Person den Footbag oder den Punkt erreicht, wo er zuletzt innerhalb der Grenzen war, nach angemessener Zeit dafür.
B. Strafe
Kommt ein Footbag außerhalb der Grenzen zur Ruhe, gibt es eine Ein-Kick-Strafe. Der Footbag wird dann zu einem spielbaren Lie an dem Punkt zurück in die Grenzen gebracht, wo er den Innenbereich verließ, wie von einer Mehrheit der Gruppe oder einer:einem Offiziellen bestimmt. Ist der Innen-Status eines Lies fragwürdig, trifft entweder eine Mehrheit der Gruppe oder ein:e Offizielle:r die Bestimmung.
C. Manipulation
Wird ein fragwürdiges Lie aufgehoben, bevor eine solche Bestimmung getroffen wurde, erhält die Person, die es aufgehoben hat, eine Zwei-Kick-Strafe. Es wird angenommen, dass der Footbag innerhalb der Grenzen war und wird gemäß Abschnitt 403.07-A markiert.
403.10. Falsches Lie spielen
A. Allgemein
Wenn das Lie einer Person von jemand anderem gespielt wird, muss das Spiel stoppen und die fehlbare Person muss sofort versuchen, die Person zu finden, deren Lie falsch gespielt wurde. Die Gruppe tritt zur Seite und lässt andere Gruppen durchspielen, während diese gesucht wird und die fehlbare Person bei der Suche nach dem korrekten Lie hilft.
B. Korrektur
Kann der Fehler korrigiert werden, bevor die fehlbare Person das Loch beendet, nimmt die fehlbare Person das Spiel von ihrem korrekten Lie wieder auf. Jeder Kick vom falschen Lie vor der Entdeckung des Fehlers wird als Übungsschuss gezählt und zum Score der fehlbaren Person hinzugefügt. Zusätzlich erhält die fehlbare Person eine Zwei-Kick-Strafe.
C. Lösung
Die Person, deren Lie falsch verwendet wurde, erhält ein spielbares Lie so nah wie möglich am ursprünglichen Lie, wie von einer Mehrheit ihrer Gruppe oder einer:einem Offiziellen bestimmt. Wird entdeckt, dass das falsch verwendete Lie ein Footbag ist, der bereits von einer vorherigen Gruppe als verloren erklärt wurde, wird der Person, deren Footbag verloren war, nicht erlaubt, vom Lie zu wiederholen.
403.11. Verlorener Footbag
A. Allgemein
Ein Footbag wird als verloren erklärt, wenn er nicht innerhalb von zwei Minuten nach Ankunft an der Stelle gefunden werden kann, wo er zuletzt gesehen wurde. Zwei Spieler:innen oder ein:e Offizielle:r müssen notieren, wann die Zeitmessung der zwei Minuten beginnt. Alle Spieler:innen der Gruppe müssen auf Anfrage bei der Suche nach dem Footbag für die vollen zwei Minuten helfen, bevor der Footbag als verloren erklärt wird.
B. Lösung
Wird ein Footbag als verloren erklärt, wird ein Marker auf ein spielbares Lie platziert, das der Stelle am nächsten liegt, wo der Footbag zuletzt gesehen wurde, wie von einer Mehrheit der Gruppe oder einer:einem Offiziellen vereinbart. Eine Ein-Kick-Strafe wird verhängt. Wird ein als verloren erklärter Footbag vor der offiziellen Veröffentlichung der Scores für diese Runde entdeckt und wurde fälschlicherweise von jemand anderem gespielt, hat die geschädigte Person das Recht, den Footbag von ihrem korrekten Lie gemäß Abschnitt 403.10-C zu wiederholen. Entscheidet sie sich, vom korrekten Lie zu wiederholen, muss dies von mindestens zwei Spieler:innen der Gruppe oder einer:einem Offiziellen bezeugt werden. Die geschädigte Person darf das Loch nicht erneut abschlagen und keine anderen Löcher dürfen wiederholt werden. Ihr Score für das Loch besteht dann aus allen Kicks und Strafen vor dem Verlust des Footbags plus denen, die sie beim Wiederholen gemacht hat. Unabhängig von ihrem vorherigen Score am Loch muss der neue Score gelten.
403.12. Obligatorisches Dogleg
A. Allgemein
Hat ein Loch ein obligatorisches Dogleg, muss der Footbag am Dogleg zur korrekten Seite vorbei gekickt werden, wie auf dem Tee-Schild oder am Dogleg angezeigt, bevor das Loch vollendet werden darf. Aller Fortschritt zum Loch muss um das Dogleg in der bezeichneten Richtung gespielt werden. Sollte der Footbag ein Dogleg auf der falschen Seite passieren, muss der Footbag zurückgekickt werden, um zu "entwirren", um zur korrekten Seite zu gelangen.
B. Lie-Markierung
Beim Markieren des Lies, wenn eine imaginäre gerade Linie vom Lie zum Loch nicht zur korrekten Seite des Doglegs verläuft, wird das Dogleg-Objekt als das Loch für die Anwendung aller Haltungs- und Markerregeln betrachtet.
C. Sichtung
Ein Footbag, der über die Höhe des Obligatorischen hinweggeht, gilt als gut, wenn zwei oder mehr Spieler:innen urteilen, dass er zur korrekten Seite der imaginären Linie passiert ist, die vom Zentrum des Obligatorischen nach oben projiziert wird.
403.13. Roll-ups
Ein Kick von außerhalb des Green-Bereichs gilt als gut, wenn er auf der 18-Zoll-Durchmesser-Basis des Lochs zur Ruhe kommt. Es ist in Ordnung, wenn der Footbag in diesem Fall auf die Basis springt oder rollt. Putts innerhalb des Green-Bereichs müssen durch die Luft ins Loch gelangen; die Basis zählt in diesem Fall nicht.
404. Turnierregeln
404.01. Besondere Bedingungen
Regeln für besondere Bedingungen, die auf dem Platz existieren können, werden vor Beginn des Turniers klar definiert und den Spieler:innen erklärt. Keine Regeln dürfen festgelegt werden, die mit dem IFC-Regelbuch in Konflikt stehen.
404.02. Start des Spiels
A. Allgemein
Zu einem geplanten Zeitpunkt werden Scorekarten an die Spieler:innen verteilt, die zuerst auf jedem Abschlag-Loch aufgeführt sind. Nach der Verteilung der Karten erhalten die Gruppen ausreichend Zeit, um ihre zugewiesenen Tees zu erreichen.
B. Signal
Ein lautes Lärmgerät, wie ein Lufthorn, wird verwendet, um anzuzeigen, dass zwei Minuten bis zum Abschlag verbleiben. Dieses Signal besteht aus einer Serie kurzer Stöße. Zu diesem Zeitpunkt sollen Spieler:innen das Üben beenden und sich prompt zu ihren Tee-Bereichen bewegen. Ein verlängerter Stoß des Lärmgeräts beginnt die Runde und signalisiert den Punktezähler:innen, die Kick-Reihenfolgen aufzurufen.
C. Verspätete Ankunft
Ist jemand nicht anwesend, um zu kicken, wenn aufgerufen, gewährt die:der Punktezähler:in 30 Sekunden. Hat die Person bis dahin nicht gekickt, wird ein Score von Par plus drei für dieses Loch eingetragen. Dieses Verfahren wird bei allen nachfolgenden Abschlägen fortgesetzt, bei denen jemand abwesend ist. Keine Löcher werden wiederholt.
D. Nichterscheinen
Wer eine komplette Runde verpasst, wird gemäß Abschnitt 404.05 disqualifiziert.
E. Beenden eines Lochs
Wer an einem Loch abgeschlagen hat, muss dieses Loch vor dem Abschlag am nachfolgenden Loch vollenden.
404.03. Punktezählung
A. Allgemein
Nach Vollendung jedes Lochs ruft die:der Punktezähler:in alle Namen in der Reihenfolge auf, in der sie auf der Scorekarte stehen. Wer aufgerufen wird, antwortet mit dem Score in einer Stimme, die für die ganze Gruppe hörbar ist. Die:der Punktezähler:in trägt diesen Score ein und liest ihn zurück, in einer Stimme, die für alle Spieler:innen der Gruppe hörbar ist.
B. Notierungen
Verwarnungen und Strafen, die für einen Regelverstoß gegeben werden, sollten auf der Scorekarte notiert werden, wobei die Regelnummer und das Loch angegeben werden, an dem es auftrat.
C. Meinungsverschiedenheiten
Gibt es Meinungsverschiedenheiten über den Score, den jemand meldet, muss die Gruppe das Loch überprüfen und versuchen, das Gedächtnis dieser Person aufzufrischen. Ist dies nicht möglich, rufen die Spieler:innen eine:n Offizielle:n und treten zur Seite, um folgenden Gruppen das Durchspielen zu ermöglichen. Die:der Offizielle trifft die Entscheidung basierend auf den Regeln und dem Konsens der Gruppe. Das Spiel der Gruppe darf nicht fortgesetzt werden, bis der Streit beigelegt ist. Die Entscheidung der:des Offiziellen ist endgültig und der Score wird auf der Scorekarte eingetragen und von der:dem Offiziellen unterschrieben.
D. Überprüfung
Am Ende der Runde unterschreiben alle Spieler:innen und die:der Punktezähler:in ihre Scorekarte(n), was anzeigt, dass sie alle die Genauigkeit der Scores an jedem Loch und die Gesamtscores bestätigen. Gesamtscores sind jedoch erst offiziell, wenn sie von der Turnierleitung veröffentlicht wurden.
E. Anpassung
Stimmen alle Spieler:innen der Gruppe zu, dass ein Score fehlerhaft aufgezeichnet wurde, kann der Score vor der Abgabe der Scorekarte geändert werden. Nach der Abgabe der Karte bleibt der Score ohne Berufung bestehen. Wird später festgestellt, dass ein Score für ein Loch oder ein Gesamtscore falsch aufgezeichnet wurde, muss die Leitung:
- verlangen, dass der Score der betroffenen Person bestehen bleibt, wenn der Fehler zu einem höheren Score führte; oder,
- drei Strafschläge zum korrekten Score für jeden fehlerhaften Schlag zugunsten dieser Person hinzufügen.
F. Punktezählung
Die Spieler:innen der Gruppe wechseln sich proportional in der Verantwortung für die Punktezählung ab. Wer als Erste:r auf der Karte aufgeführt ist, ist verantwortlich für das Abholen der Scorekarte(n) vor Beginn der Runde und zählt als Erste:r die Punkte. Alle Spieler:innen sind dafür verantwortlich, ihre Scorekarten innerhalb von 15 Minuten nach Vollendung einer Runde zurückzugeben. Versäumnis führt zu einer automatischen Sechs-Kick-Strafe.
G. Strafen
Eine Strafe kann zu jedem Zeitpunkt verhängt werden, zu dem der Verstoß entdeckt wird und bis zur, aber nicht nach der Veröffentlichung der offiziellen Scores durch die Leitung, mit diesen Ausnahmen: Strafen für falsches Spielen des Platzes oder für das Spielen vom falschen Lie können rückwirkend jederzeit vor Vollendung des Turniers verhängt werden.
404.04. Regen oder gefährliche Bedingungen
A. Allgemein
Wenn nach Meinung der Leitung übermäßiger Regen oder gefährliche Bedingungen existieren, die es unpraktisch oder gefährlich machen, das Spiel fortzusetzen, wird die Runde gestoppt. Das Signal zum Stoppen ist dasselbe wie das Signal zum Start. Spieler:innen sollten sofort das Spiel stoppen und zum ersten Tee, Klubhaus oder von der Leitung bezeichneten Bereich zurückkehren. Das Loch, das gespielt wurde, als das Signal zum Stoppen gegeben wurde, wird wiederholt, wenn die Runde fortgesetzt wird, es sei denn, alle Spieler:innen der Gruppe hatten das Loch vollendet.
B. Pausen
Die Leitung kann Spieler:innen erlauben, eine Pause zu machen, während sie auf eine Wetterbesserung warten, muss aber verlangen, dass Spieler:innen jede Stunde zur vollen Stunde zurückkehren, bis das Spiel fortgesetzt wird oder bis die Runde verschoben wird.
C. Verschiebung
Die Leitung kann den unvollständigen Teil der Runde auf einen späteren Termin verschieben, wenn sich die Bedingungen nicht innerhalb von zwei Stunden verbessern oder wenn Dunkelheit vor der projektierten Endzeit eintreten wird. Partielle Rundenergebnisse werden zur Vollendung der Runde übertragen, wann immer die Runde fortgesetzt wird.
D. Strafen
Spieler:innen, die das Spiel stoppen, bevor ein Signal zum Stoppen gegeben wurde, erhalten eine Zwei-Kick-Strafe zusätzlich zum Spielen der Löcher für jedes Loch, das sie hinter denen zurückfallen, die das Spiel bis zur korrekten Unterbrechung durch die Leitung fortsetzen. Die Leitung verwendet die durchschnittliche Anzahl von Löchern, die von den Gruppen vollendet wurden, die weiterspielten, um zu bestimmen, wie viele Löcher die Spieler:innen, die vorzeitig stoppten, zurückgefallen sind. Die Mindeststrafe für vorzeitiges Stoppen beträgt zwei Kicks.
404.05. Disqualifikation und Suspendierung
A. Allgemein
Spieler:innen können nur von der Turnierleitung disqualifiziert werden, möglicherweise mit Verwirkung von Preisgeldern und/oder ohne Rückerstattung der Teilnahmegebühren, nach Ermessen der Leitung, für das Erfüllen einer der notwendigen Bedingungen für Disqualifikation, wie anderswo in den Regeln dargelegt, oder für eines der folgenden:
- Unsportliches Verhalten, schädlich für das Image und die Zukunft des Sports, wie: lautes Fluchen, Werfen von Gegenständen im Zorn oder offene Grobheit gegenüber Anwesenden;
- Vorsätzliche und offene Zerstörung oder Missbrauch von Pflanzenleben, Platzausrüstung oder anderem Eigentum, das als Teil des Golfplatzes oder Parks betrachtet wird;
- Jeder vorsätzliche Versuch, die Spielregeln zu umgehen.
404.06. Gruppierung und Aufteilung
A. Allgemein
Alle Spieler:innen werden für die erste Runde zufällig gruppiert oder gesetzt und für jede nachfolgende Runde nach kumulativem Score gruppiert.
B. Divisionen
Teilnehmer:innen der Novizen- und der Fortgeschrittenen-Division werden von den Spieler:innen der Profi-Division getrennt. Ausnahmen dürfen nur gemacht werden, um Gruppen von weniger als drei Spieler:innen zu vermeiden.
C. Gruppen
Gruppen sollen nicht weniger als drei Spieler:innen haben, außer unter besonderen erschwerenden Umständen, wie von der Turnierleitung für notwendig erachtet, um Fairness zu fördern. In Fällen, wo weniger als drei Spieler:innen zusammen spielen müssen, ist ein:e Offizielle:r erforderlich, um die Gruppe zu begleiten und darf spielen, solange dies die teilnehmenden Spieler:innen nicht beeinträchtigt.
D. Sektionen
Wenn es mehr Teilnehmer:innen gibt, als in einer Runde zusammen spielen können, kann das Feld der Teilnehmer:innen in Sektionen aufgeteilt werden. Diese Sektionen sollen gesetzt werden, d.h., jede Sektion sollte eine gleiche Anzahl von Spitzen- und Durchschnittsspieler:innen haben.
E. Aufstieg
Wenn Bedingungen das Spiel unter den gesetzten Sektionen unterschiedlich beeinflussen, kann die Leitung die Verwendung eines Sektionsverfahrens für Cut und Aufstieg in Betracht ziehen. Unter diesem Verfahren wird eine proportionale Anzahl aufsteigender Spieler:innen aus jeder Sektion nach Score genommen und die Scores werden nicht übertragen. Wird ein Cut gemacht, soll er auf eine Zahl erfolgen, die allen aufsteigenden Spieler:innen erlaubt, zur gleichen Zeit zu spielen.
404.07. Gleichstand
A. Allgemein
Gibt es einen Gleichstand auf der Ebene eines Cuts, sollen alle Spieler:innen auf dieser Ebene den Cut schaffen.
B. Gleichstandsauflösung
Zwischen Runden, wenn Gruppen zurückgesetzt werden, sollen gleichstehende Positionen durch die folgende Methode aufgelöst werden: wer die niedrigste vorherige Runde hat, soll das höchste Ranking haben, wenn Scorekarten oder Positionen zurückgesetzt werden. Endresultat-Gleichstände in preisgekrönten Plätzen müssen durch Sudden-Death-Spiel aufgelöst werden. End-Gleichstände für andere Ränge sollen offiziell als Gleichstand aufgezeichnet werden. Sudden-Death-Spiel beginnt mit Loch Nummer eins, es sei denn, ein anderes Loch wird von der Leitung vor Beginn des Turniers bezeichnet.
405. Glossar
Away-Spieler:in: Die Person, deren Lie am weitesten vom Loch entfernt ist und die als Nächste kickt.
Zeitweiliges Wasser: Eine Wasseransammlung, die die Turnierleitung nicht vor Beginn der Runde ausdrücklich als Aus-Bereich bezeichnet hat.
Fairway: Der Weg oder die Fläche innerhalb der Grenzen, über die vom Tee zum Loch gekickt wird.
Loch: Das Ziel, das erreicht werden muss, um diesen Abschnitt des Platzes zu beenden. Mit "Loch" können auch Tee und Fairway gemeint sein, die zum Ziel führen.
Kick: Jede Handlung einer spielenden Person, ob absichtlich oder nicht, die einen Footbag antreibt und ihn von seiner Position am Tee oder am Lie wegbewegt.
Lie: Die Stelle auf dem Boden, über der ein gekickter Footbag zur Ruhe gekommen ist und auf der für den nächsten Kick die Haltung eingenommen wird.
Lie (spielbar): Ein Lie, von dem der Footbag nach den Regeln gespielt werden darf.
Lie (unsicher): Ein Lie, bei dem jemand im Spiel entscheidet, dass Hindernisse für Haltung oder Kickbewegung einen Kick unpraktikabel oder unsicher machen. Das Lie wird mit einem Strafschlag verlegt.
Obligatorisches Dogleg: Eine Vorgabe für Flug oder Weg des Footbags: Er muss auf dem Weg zum Loch um ein bestimmtes Objekt herum.
Marker: Ein Gegenstand, der so auf den Boden gelegt wird, dass er einen ruhenden Footbag berührt, um die Lage des Lies zu markieren.
Hindernis: Jede Gegebenheit des Platzes, die die Haltung oder Kickbewegung behindern kann.
Offizielle:r: Eine Person, die von der IFPA befugt ist, während des Spiels über die richtige Anwendung der Regeln zu urteilen.
Aus: Ein begrenzter Bereich, den die Turnierleitung vor Spielbeginn festlegt und jenseits dessen ein Footbag nicht gespielt werden darf. Die Grenze bildet eine senkrechte Ebene über einer deutlich markierten Linie auf dem Boden.
Strafkick: Ein Kick, der einem Score für einen Regelverstoß oder für das Verlegen eines Lies hinzugerechnet wird, wie es die jeweilige Regel vorsieht.
Übungskick: Während einer Runde jedes Antreiben eines Footbags mit Fuß oder Knie, absichtlich oder nicht, das das eigene Lie nicht verändert – entweder weil es nicht vom Tee oder vom Lie aus geschah oder weil vom Tee oder vom Lie bereits im Wettkampf gekickt worden war.
Putt: Jeder Kick innerhalb des markierten Greens gilt als Putt.
Putt (fallend): Ein Putt, nach dem die puttende Person irgendetwas jenseits des Lies berührt, auch den Boden, bevor sie gezeigt hat, dass sie ihr Gleichgewicht voll unter Kontrolle hat.
Erleichterung: Eine Änderung am Lie, bei der ein nicht-permanentes Hindernis aus der Nähe entfernt wird oder, wenn das nicht praktikabel ist, das Lie gemäß Abschnitt 403.04-C vom Hindernis weg verlegt wird.
Stützpunkt: Während eines Kicks gilt jeder Körperteil der kickenden Person als Stützpunkt, der den Boden oder einen anderen Gegenstand berührt, der Halt geben kann.
Verwarnung: Wo eine Regel es vorsieht, der erste Hinweis, den jemand für einen Verstoß gegen diese Regel erhält; danach kann diese Person für weitere Verstöße gegen dieselbe Regel in derselben Runde bestraft werden.