Grundregeln für Offizielle

Inhalt

Der offizielle Text, für Turniere: damit jede Runde gleich gespielt und gezählt wird.

Die Regeln in zwei Minuten Neu im Spiel? Der kurze Einstieg, mit diesem Text nur einen Tipp entfernt.

Ausrüstung

  • Im Spiel verwendete Footbags: Footbags müssen den Vorgaben in Artikel 1, Abschnitt 107 entsprechen. Sie dürfen auf dem Platz jederzeit gewechselt werden. Stellt jemand anderes im Wettbewerb einen Footbag in Frage, muss die Turnierleitung ihn ausdrücklich zulassen – einen Footbag, der gegen diese Vorgaben verstößt, aber in keinem Fall.
  • Marker: Jede:r Spieler:in muss das eigene Lie mit einem Marker markieren, der 2 bis 6 Zoll im Durchmesser misst und höchstens 3 Zoll hoch ist. Empfohlen wird ein Footbag, der nicht im Spiel ist, oder eine Mini-Disc.

Höflichkeit

Erwünscht

  • Spieler:innen sollten den anderen ihrer Gruppe beim Kicken zusehen, um verirrte Kicks wiederzufinden und darauf zu achten, dass die Regeln eingehalten werden.
  • Spieler:innen sollten erst kicken, wenn sie sicher sind, dass der gekickte Footbag niemanden im Spiel ablenkt und niemanden der Anwesenden verletzen kann.
  • „Fore“ zur rechten Zeit zu rufen, um jemanden vor einem Footbag zu warnen, ist keine Höflichkeitsverletzung.

Nicht erlaubt

  • Spieler:innen sollten darauf achten, keine störenden Geräusche zu machen und nichts, was andere beim Kicken optisch ablenken könnte.
  • Beispiele für unhöfliches Verhalten sind: Schreien, Freestylen, auf Platzausstattung schlagen, außer der Reihe kicken, Golftaschen werfen oder treten und auf dem Fairway an der Person vorbeigehen, die away ist.
  • Zur Höflichkeit gehört auch, was die Regeln sonst erwarten – unhöflich ist also etwa: sich weigern, bei der Suche nach einem verlorenen Footbag zu helfen, Ausrüstung wegzuräumen oder den Score ordentlich zu führen.
  • Die Höflichkeit verlangt auch, dass rauchende Spieler:innen mit ihrem Rauch niemanden stören.

Wichtige Erinnerungen

  • Spieler:innen sollten den anderen ihrer Gruppe beim Kicken zusehen, um verirrte Kicks wiederzufinden und darauf zu achten, dass die Regeln eingehalten werden.
  • Footbag Golf ist ein Spiel, das hohe Ansprüche an Etikette und Höflichkeit stellt.
  • Wer am weitesten vom Loch entfernt ist (die:der „Away“-Spieler:in), kickt immer zuerst.
  • Jede:r Spieler:in muss das eigene Lie mit einem Marker markieren, der 2 bis 6 Zoll im Durchmesser misst und höchstens 3 Zoll hoch ist.
  • Jede:r Spieler:in hat höchstens 30 Sekunden für einen Kick.
  • Alle Spieler:innen der Gruppe müssen auf Bitte die vollen zwei Minuten bei der Suche nach dem Footbag helfen, bevor er als verloren gilt.

Abschlag

  • Das Spiel beginnt an jedem Loch mit dem Kick vom Abschlagbereich.
  • Der dem Loch am nächsten liegende Stützpunkt der kickenden Person muss zum Zeitpunkt des Kicks innerhalb einer quadratischen Tee-Box von sechs Fuß Seitenlänge stehen.
  • Ein unsachgemäßer Abschlag ist eine Haltungsverletzung und wird nach Abschnitt 403.04-C behandelt.
  • Wer einmal abgeschlagen hat, muss das Loch beenden.

Das Ziel

  • Das Ziel eines Footbag-Golf-Lochs misst nach Regel 18 Zoll im Durchmesser und steht 18 Zoll über dem Boden.
  • Um ein Loch zu beenden, muss der Footbag im bezeichneten Ziel landen und dort zur Ruhe kommen.
  • Kommt der Footbag auf dem Rand des Ziels zur Ruhe, gilt er als drin.
  • Kreiselt der Footbag im Ziel und fällt wieder heraus, wird er von dort gespielt, wo er zur Ruhe kommt, und gilt nicht als drin.

Roll-ups

  • Ein Kick von außerhalb des Greens gilt, wenn der Footbag auf der Basis des Ziels (18 Zoll Durchmesser) zur Ruhe kommt. Er darf in diesem Fall auch auf die Basis springen oder rollen.
  • Putts von innerhalb des Greens müssen durch die Luft ins Ziel gelangen; die Basis zählt in diesem Fall nicht.

Obligatorische Doglegs

  • Hat ein Loch ein obligatorisches Dogleg, muss der Footbag auf der richtigen Seite am Dogleg vorbeigekickt werden – wie auf dem Tee-Schild oder am Dogleg angegeben –, bevor das Loch beendet werden darf.
  • Der ganze Weg zum Loch muss in der vorgegebenen Richtung um das Dogleg herum gespielt werden.
  • Passiert der Footbag ein Dogleg auf der falschen Seite, muss er zurückgekickt werden, um zu „entwirren“, und auf der richtigen Seite vorbeigespielt werden.
  • Führt beim Markieren des Lies eine gerade Linie vom Lie zum Loch nicht auf der richtigen Seite am Dogleg vorbei, gilt das Dogleg-Objekt für alle Haltungs- und Markerregeln als Loch.
  • Fliegt ein Footbag über das Dogleg hinweg, gilt er, wenn zwei oder mehr Spieler:innen urteilen, dass er auf der richtigen Seite der gedachten senkrechten Linie durch die Mitte des Doglegs vorbeigeflogen ist.

Der Kick

  • Alle Kicks müssen mit einem Handwurf beginnen, so dass der Footbag vor dem Kick in der Luft ist.
  • Der Footbag muss vor dem Kontakt vollständig von Hand und Schuh getrennt sein und muss vor dem Kontakt mit dem Boden getroffen werden.

Lie markieren

  • Nach dem Abschlag muss der gekickte Footbag dort liegen bleiben, wo er zur Ruhe kam, bis ein regelgerechter Marker zwischen Loch und Footbag auf den Boden gelegt ist, der den gekickten Footbag berührt.
  • Der Marker darf nicht bewegt werden, bis der Kick ausgeführt ist.
  • Kommt ein Footbag über dem Boden, aber unter einem Fuß in einem Baum oder auf einem anderen Gegenstand auf dem Platz zur Ruhe, wird sein Lie direkt darunter auf dem Boden markiert.
  • Bricht ein gekickter Footbag und kommt in mehr als einem Stück zur Ruhe, gilt das Lie des größten Stücks als Ergebnis des Kicks.
  • Ein gekickter Footbag, der eine andere Person – mitspielend oder zuschauend – oder ein Tier trifft, wird dort gespielt, wo er zur Ruhe kommt – oder, wenn er dabei ins Aus abgelenkt oder gefangen und geworfen wurde, so nah wie möglich am Berührungspunkt markiert, wie es die Mehrheit der Gruppe oder ein:e Offizielle:r bestimmt.
  • Die:der Away-Spieler:in kann vor dem eigenen Kick von den anderen Spieler:innen verlangen, ihr Lie zu markieren oder ihre Ausrüstung wegzuräumen, wenn beides nach eigener Einschätzung den Kick stören könnte.
  • Wird ein ruhender Footbag oder ein Marker bewegt, wird er so nah wie möglich am ursprünglichen Lie zurückgelegt, wie es die Mehrheit der Gruppe oder ein:e Offizielle:r bestimmt – mit diesen Ausnahmen: Ein Footbag, der im Aus liegt oder ein Lie über dem Boden hat, wird von seiner neuen Lage aus markiert, wenn ihn ein äußerer Einfluss bewegt, etwa der Wind oder ein im Wettkampf gekickter Footbag.

Haltung (Stance)

Auf dem Fairway

  • Bei einem Kick auf dem Fairway muss einer der Stützpunkte der kickenden Person (oder ein Fuß) innerhalb von 12 Zoll hinter dem Marker stehen, auf der gedachten Linie vom Loch durch die Mitte des Markers.
  • Während der Footbag gekickt wird, darf kein Stützpunkt den Marker oder irgendetwas berühren, das näher am Loch liegt als die Hinterkante des Markers.
  • Nach dem Kick darf über den Marker hinausgetreten werden, außer beim Putten innerhalb des markierten Greens um das Loch.

Auf dem Green (Putten)

  • Jeder Kick innerhalb des markierten Greens gilt als Putt.
  • Bei einem Kick auf dem Green muss der Standfuß direkt auf dem Lie des Footbags stehen.
  • Bringt die Ausschwungbewegung nach einem Putt die kickende Person dazu, mit einem Stützpunkt etwas zu berühren, das näher am Loch liegt als die Hinterkante des Markers, ist das ein fallender Putt und nicht erlaubt.
  • Wer puttet, muss zeigen, dass das Gleichgewicht voll unter Kontrolle ist, bevor es zum Loch geht.

Verstöße

  • Eine Haltungsverletzung gilt nur, wenn sie innerhalb von drei Sekunden nach dem Verstoß angezeigt wird – von einem anderen Mitglied der Gruppe als der kickenden Person oder von einer:einem Offiziellen. Kommt die Anzeige aus der Gruppe, muss mindestens ein weiteres Mitglied der Gruppe sie bestätigen; das darf auch die kickende Person sein.
  • Jede Haltungsverletzung muss wiederholt werden, bevor die anderen der Gruppe weiterspielen. Außerhalb des Greens wird vom ursprünglichen Lie wiederholt. Erfolglose Putts innerhalb des markierten Greens werden von dort wiederholt, wo der Footbag nach der Haltungsverletzung zur Ruhe kam.

Spielreihenfolge

  • Die Abschlag-Reihenfolge am ersten Tee richtet sich nach der Reihenfolge, in der die Scorekarten ausgefüllt wurden.
  • An allen weiteren Tees richtet sich die Abschlag-Reihenfolge nach dem Ergebnis am vorherigen Loch: Der niedrigste Score kickt zuerst, und so weiter. War das vorherige Loch gleich, wird über die früheren Löcher zurückgezählt, bis der Gleichstand aufgelöst ist.
  • Wer am weitesten vom Loch entfernt ist (die:der „Away“-Spieler:in), kickt immer zuerst.
  • Außer der Reihe zu kicken oder zu putten ist eine Höflichkeitsverletzung, die jede:r in der Gruppe anzeigen kann.

Zeitüberschreitung

  • Jede:r Spieler:in hat höchstens 30 Sekunden für einen Kick, gerechnet ab dem Moment, in dem der vorherige Kick gemacht ist, die kickende Person in angemessener Zeit beim Footbag angekommen ist und einen Marker gelegt hat und der Spielbereich frei und ohne Ablenkung ist.
  • Beim ersten Verstoß in einer Runde gibt es eine Verwarnung von zwei Spieler:innen der Gruppe oder von einer:einem Offiziellen.
  • Jeder weitere Verstoß in derselben Runde kostet einen Kick, wenn ihn zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder ein:e Offizielle:r beobachten.

Punktezählung

  • Nach jedem Loch ruft die:der Punktezähler:in alle in der Reihenfolge der Scorekarte mit Namen auf.
  • Wer aufgerufen ist, nennt den eigenen Score so laut, dass die ganze Gruppe ihn hört. Die:der Punktezähler:in trägt den Score ein und liest ihn für alle hörbar zurück.
  • Verwarnungen und Strafen für einen Regelverstoß sollten auf der Scorekarte vermerkt werden, mit der Nummer der verletzten Regel und dem Loch, an dem es geschah.
  • Sind sich alle Spieler:innen der Gruppe einig, dass ein Score falsch eingetragen wurde, darf er vor Abgabe der Scorekarte geändert werden. Nach der Abgabe gilt der Score, ohne Einspruch.
  • Am Ende der Runde unterschreiben alle Spieler:innen und die:der Punktezähler:in ihre Scorekarte(n) und bestätigen damit, dass die Scores an jedem Loch und die Gesamtscores stimmen.
  • Alle Spieler:innen sind dafür verantwortlich, ihre Scorekarten innerhalb von 15 Minuten nach dem Ende der Runde abzugeben. Wer das versäumt, erhält automatisch eine Sechs-Kick-Strafe.

Gibt es Uneinigkeit über den Score, den jemand meldet, geht die Gruppe das Loch noch einmal durch und versucht, dem Gedächtnis dieser Person aufzuhelfen. Gelingt das nicht, rufen die Spieler:innen eine:n Offizielle:n und treten zur Seite, damit die folgenden Gruppen durchspielen können. Die Entscheidung der:des Offiziellen ist endgültig; der Score wird auf der Scorekarte eingetragen und von der:dem Offiziellen unterschrieben. Viel Spaß beim Footbag Golf.

Wichtige Strafen

Ein-Kick-Strafe

  • 403.09 Aus: Kommt der Footbag im Aus zur Ruhe, gibt es eine Ein-Kick-Strafe. Der Footbag wird dann an der Stelle, an der er den Spielbereich verlassen hat, auf ein spielbares Lie zurückgebracht, wie es die Mehrheit der Gruppe oder ein:e Offizielle:r bestimmt.
  • 403.08 Lies über dem Boden: Kommt der Footbag mehr als einen Fuß (etwa 30 cm) über dem Boden zur Ruhe, gemessen vom tiefsten Punkt des Footbags bis zum Boden direkt darunter, erhält die kickende Person eine Ein-Kick-Strafe. Fällt der Footbag ohne Zutun von Spieler:innen oder Zuschauer:innen tiefer als einen Fuß, bevor die kickende Person in angemessener Zeit beim Lie ankommt, gibt es keine Strafe.
  • 403.11 Verlorener Footbag: Ein Footbag gilt als verloren, wenn er nicht innerhalb von zwei Minuten gefunden ist, gerechnet ab der Ankunft an der Stelle, an der er zuletzt zu sehen war. Dann wird ein Marker auf ein spielbares Lie gelegt, so nah wie möglich an dieser Stelle, wie es die Mehrheit der Gruppe oder ein:e Offizielle:r vereinbart. Es gibt eine Ein-Kick-Strafe.
  • 401.02 Reihenfolge des Spiels: Wer nach dem Start einer Runde und vor dem Ende ihres letzten Lochs einen Übungskick oder einen zusätzlichen Kick mit irgendeinem Footbag macht, erhält eine Ein-Kick-Strafe. Ein Handwurf oder ein Rollen mit der Hand – mit einem Footbag oder einem anderen Gegenstand –, um die Platzbedingungen zu testen, gilt als Übungsschuss und kostet ebenfalls einen Kick.
  • 403.06 Unsicheres Lie: Jede:r Spieler:in kann ein Lie für unsicher erklären und es mit einer Ein-Kick-Strafe auf ein neues spielbares Lie innerhalb von 16 Fuß (fünf Metern) verlegen lassen.
  • 403.05 Erleichterung: Ein Verstoß gegen die Regeln zur Erleichterung kostet einen Kick, wenn ihn zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder ein:e Offizielle:r beobachten.
  • 401.01 Höflichkeit: Wer eine Höflichkeitsregel verletzt, kann von jeder betroffenen Person – auch aus einer anderen Gruppe – oder von einer:einem Offiziellen verwarnt werden; alle Spieler:innen der Gruppe werden davon unterrichtet. Jeder weitere Verstoß in derselben Runde kostet einen Kick.
  • 401.03 Zeitüberschreitung: Beim ersten Verstoß in einer Runde gibt es eine Verwarnung von zwei Spieler:innen der Gruppe oder von einer:einem Offiziellen. Jeder weitere Verstoß in derselben Runde kostet einen Kick, wenn ihn zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder ein:e Offizielle:r beobachten.
  • 403.03 Markierung des Lie: Für den ersten Verstoß in einer Runde gibt es eine Verwarnung durch zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder durch eine:n Offizielle:n. Jeder weitere Verstoß kostet einen Kick, wenn ihn zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder ein:e Offizielle:r beobachten.
  • 403.04 Haltung: Für den ersten Verstoß gegen eine Haltungsregel in der Runde gibt es eine Verwarnung. Jeder weitere Verstoß gegen irgendeine Haltungsregel in derselben Runde kostet einen Kick.

Zwei-Kick-Strafe

  • 403.10 Falsches Lie spielen: Jeder Kick vom falschen Lie vor der Entdeckung des Fehlers zählt als Übungsschuss und wird dem Score der fehlbaren Person hinzugerechnet. Zusätzlich erhält sie eine Zwei-Kick-Strafe.
  • 403.07 Störungen: Wer bewusst die Bahn eines gekickten Footbags verändert oder bewusst einen ruhenden Footbag oder einen Marker bewegt – außer durch einen im Wettkampf gekickten Footbag –, erhält eine Zwei-Kick-Strafe, wenn zwei Spieler:innen der Gruppe oder ein:e Offizielle:r es beobachten.
  • 403.08 Lies über dem Boden: Wer einen Footbag in einem fraglichen Lie über dem Boden bewegt, bevor die Mehrheit der Gruppe oder ein:e Offizielle:r entschieden hat, ob er über oder unter einem Fuß liegt, erhält eine Zwei-Kick-Strafe.
  • 403.09 Aus: Ist fraglich, ob ein Lie im Spielbereich liegt, entscheidet die Mehrheit der Gruppe oder ein:e Offizielle:r. Wer ein solches fragliches Lie vor dieser Entscheidung aufhebt, erhält eine Zwei-Kick-Strafe.
  • 403.06 Unsicheres Lie: Wer innerhalb von 16 Fuß (fünf Metern) kein geeignetes Lie findet, darf das Lie an eine geeignete Stelle auf dem Fairway verlegen und nimmt eine Zwei-Kick-Strafe. In beiden Fällen darf das neue Lie nicht näher am Loch liegen als das unsichere.
  • 403.05 Erleichterung: Wer bei einem Verstoß gegen die Regeln zur Erleichterung bewusst etwas auf dem Platz beschädigt, erhält eine Zwei-Kick-Strafe, wenn zwei oder mehr Spieler:innen der Gruppe oder ein:e Offizielle:r es beobachten. Hält die Turnierleitung das für schwerwiegend genug, kann sie die Person nach Abschnitt 404.05 disqualifizieren.
  • 404.04 Regen oder gefährliche Bedingungen: Wer aufhört zu spielen, bevor das Signal zum Abbruch gegeben wurde, erhält – zusätzlich zum Nachspielen der Löcher – für jedes Loch Rückstand auf die Weiterspielenden eine Zwei-Kick-Strafe. Die Mindeststrafe für vorzeitiges Aufhören beträgt zwei Kicks.

Sechs-Kick-Strafe

  • 401.02 Reihenfolge des Spiels: Wurde der Platz falsch gespielt und ist der Fehler bei Abgabe der Scorekarte für die Runde nicht korrigiert, erhält die betreffende Person rückwirkend eine Sechs-Kick-Strafe.
  • 404.03 Punktezählung: Alle Spieler:innen sind dafür verantwortlich, ihre Scorekarten innerhalb von 15 Minuten nach dem Ende der Runde abzugeben. Wer das versäumt, erhält automatisch eine Sechs-Kick-Strafe.

Weitere Strafen

  • 401.02 Reihenfolge des Spiels: Kickt jemand von einem falschen Abschlagbereich und wird der Fehler vor Abgabe der Scorekarte entdeckt, muss diese Person korrekt neu abschlagen; die falschen Kicks werden ihrem Score als Übungskicks hinzugerechnet.
  • 404.02 Start des Spiels: Ist jemand beim Aufruf zum Kicken nicht da, wartet die:der Punktezähler:in 30 Sekunden. Hat die Person bis dahin nicht gekickt, wird für dieses Loch Par plus drei eingetragen.
  • 404.03 Punktezählung: Stellt sich später heraus, dass ein Score für ein Loch oder ein Gesamtscore falsch eingetragen wurde, muss die Turnierleitung den Score stehen lassen, wenn der Fehler zu einem höheren Score geführt hat, oder für jeden fehlerhaften Schlag zugunsten der betroffenen Person drei Strafschläge zum korrekten Score hinzufügen.
  • 404.03 Punktezählung: Eine Strafe kann verhängt werden, sobald der Verstoß entdeckt wird, bis zur – aber nicht nach der – Veröffentlichung der offiziellen Scores durch die Turnierleitung. Ausgenommen sind Strafen für falsches Spielen des Platzes oder für das Spielen vom falschen Lie: Sie können rückwirkend bis zum Ende des Turniers verhängt werden.
  • 401.01 Höflichkeit: Wiederholte Verstöße gegen die Höflichkeitsregeln können nach Abschnitt 404.05 zur Disqualifikation führen.
  • 404.02 Start des Spiels: Wer eine ganze Runde verpasst, wird nach Abschnitt 404.05 disqualifiziert.
  • 404.05 Disqualifikation und Suspendierung: Disqualifizieren kann nur die Turnierleitung, nach ihrem Ermessen auch mit Verlust von Preisgeld und ohne Erstattung des Startgelds – für jede Bedingung zur Disqualifikation, die an anderer Stelle der Regeln steht, oder für eines der folgenden: unsportliches Verhalten, das dem Ansehen und der Zukunft des Sports schadet, etwa lautes Fluchen, Werfen von Dingen im Zorn oder offene Grobheit gegenüber Anwesenden; mutwillige und offene Zerstörung oder Beschädigung von Pflanzen, Platzausstattung oder anderem Eigentum, das zum Golfplatz oder zum Park gehört; jeden mutwilligen Versuch, die Spielregeln zu umgehen.

Erleichterung

Permanente Hindernisse (permanent oder fester Bestandteil des Platzes)

  • Hindernisse für Haltung oder Kickbewegung, die permanent oder fester Bestandteil des Platzes sind, dürfen nicht bewegt, gebogen oder sonst irgendwie verändert werden, um den Kick zu erleichtern – außer soweit nötig, um eine regelgerechte Haltung auf dem Lie einzunehmen.
  • Beim Spielen des Lies ist die Haltung zu wählen, die jeden Teil des Hindernisses zwischen Lie und Loch am wenigsten bewegt.

Nicht-permanente Hindernisse (loses Laub, bewegliche Mülltonnen, Ausrüstung anderer Spieler:innen)

  • Von nicht-permanenten Hindernissen für Haltung oder Kickbewegung gibt es Erleichterung.
  • Nicht-permanente Hindernisse sind zum Beispiel: zeitweiliges Wasser oder Schlamm, loses Laub, abgebrochene Äste, die nicht mehr am Baum hängen, Ausrüstung anderer Spieler:innen, bewegliche Mülltonnen, Kraftfahrzeuge, gefährliche Insekten oder Tiere und Zuschauer:innen, die ein sicheres Spiel verhindern.
  • Ist unklar, ob ein Hindernis permanent oder fest ist, entscheidet ein:e Offizielle:r.
  • Um Erleichterung zu erhalten, muss zuerst versucht werden, das Hindernis zu entfernen.
  • Geht das nicht, darf das Lie auf das nächste spielbare Lie verlegt werden: nicht näher am Loch (es sei denn, nur so lässt sich ein Aus-Bereich vermeiden) und nicht mehr als 16 Fuß (5 Meter) vom ursprünglichen Lie entfernt, wie es die Mehrheit der Gruppe oder ein:e Offizielle:r vereinbart.